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Samstag, 28 Januar 2017 11:15

Bild des Monats: Januar - "Blaue Stunde am Berliner Dom"

Bild des Monats: Januar - "Blaue Stunde am Berliner Dom"

In unserer neuen Rublik "Bild des Monats" möchten wir einmal im Monat ein besonders schönes Bild näher betrachten und euch einen näheren Einblick geben, wie die Aufnahme entstanden ist. Dazu gehört die Planung des Bildes zuhause, die Einrichtung vor Ort, die tatsächlichen Aufnahmewerte und warum sie gewählt wurden und ggf. noch ein paar Sätze zur Nachbearbeitung. Wir starten mit dem Monat Januar und einer Aufnahme aus Berlin Mitte, die den Berliner Dom von der Rückseite zur blauen Stunde zeigt. 

Planung

Das Wetter

Seit Tagen war es in Berlin einfach nur noch grau am Himmel. In der Regel wünsche ich mir für meine Bilder immer einen 2/3 blauen Himmel, das restliche Drittel darf gerne mit kleinen Wölkchen verziert sein oder auch mit größeren Schleiern. Nach dieser tristen Grauphase war ich allerdings für jedes andere Wetter zu haben. Tatsache ist, dass bei dichter Bewölkung Farben und Kontraste viel flauer sind im Bild. Folglich habe ich mich sehr gefreut, dass der Wetterbericht für den Abend weitestgehend Wolkenlosigkeit versprochen hat und somit endlich wieder mal ein geplantes Bild entstehen kann. Schon in unserem Video zur blauen Stunde gehe ich auf den schönen Farbkontrast zwischen blauem Himmel und tendenziell gelboranger Stadtbeleuchtung ein. Etwas in der Art habe ich mir auch für dieses Bild vorgestellt.

Der Sonnenstand

An der blauen Stunde finde ich sehr reizvoll, dass der Himmel oft an einer Seite noch rötlich gefärbt ist, während er an der anderen Seite schon tief blau wird. Mittels TPE habe ich schon im Vorfeld versucht abzuschätzen, wie der Himmel wohl zu welchem Zeitpunkt aussehen könnte, um einen guten Standpunkt für das Bild zu wählen. Mit der Information aus TPE, dass die Sonne gegen 16:32 untergehen würde und vor allem WO sie das tun würde, war es möglich schon vorab eine mögliche Aufnahmeposition auszusuchen, die es mir ermöglicht den Himmel so zu gestalten, wie ich es gern hätte. Im Endresultat erkennt man, dass das nicht 100% gelungen ist. Man darf natürlich nicht vergessen, dass die Sonne weiter wandert, auch wenn sie untergegangen ist und sich dementsprechend auch der Farbverlauf am Himmel noch weiter dreht. Zwar setzt die blaue Stunde direkt nach Sonnenuntergang ein, allerdings dauert es je nach Jahreszeit noch einige Zeit bis der volle Effekt da ist. Entsprechend ist in meiner Aufnahme das schöne Orange leider am rechten Bildrand nur noch schwach zu erkennen.

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  • tpe

Der Standort

Die Positionswahl für den Aufnahmestandort richtet sich beim Fotografen in der Regel komplett nach Motiv und Licht. Zwar ist der Berliner Dom auch in der Frontansicht ein Klassiker, jedoch wirkt er für mich dann meist etwas verloren, da im Vordergrund keine anderen Elemente zu finden sind. Unmittelbar vor dem Haupteingang befindet sich eine Straße, daran angrenzend ist der Lustgarten, der an dieser Stelle im Wesentlichen aus einer Grünfläche besteht. Lediglich ein Brunnen ziert den Vorplatz, der aber -insbesondere im Winter- oftmals nicht sprudelt. Ich wollte eine spannendere Ansicht, die den Dom nicht als alleiniges Motiv enthält, sondern diesen Teil aus Berlin Mitte mit dem Dom als markantes Merkmal zeigt. Eine sehr gute Möglichkeit, wenn man nicht hundertprozentig ortskundig ist, um mögliche Aufnahmestandorte zu wählen ist google maps. Zwar ist es oft nicht möglich sich genau in die Position zu begeben, wo man vielleicht die Kamera hinstellen würde, aber es reicht aus, um einen Eindruck der Umgebung zu gewinnen. Zusätzlich verlinken ja doch sehr viele Menschen ihre Handyschnappschüsse bei google, so dass man sich oft doch zu passenden Spots klicken kann, von denen aus man später ein richtiges Bild machen kann ;). Ursprünglich hatte ich geplant mich direkt auf der Brücke zu positionieren, mit Dom dominant im Vordergrund und noch etwas Häuser am linken Bildrand. Schlussendlich fand ich aber die Sicht spannender, in der die Brücke selbst Teil des Bildes wird. Insbesondere hatte ich gehofft, dass bei eingeschalteter Beleuchtung vielleicht einige schöne Spiegelungen auf der Spree entstehen würden.

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Die Ausrüstung

Für Ausflüge in der Stadt habe ich eigentlich inzwischen ein Standardset, das immer mit kommt. Stativ, Kamera, Walimex 14mm f2.8, Canon 24-105mm f4.0, Canon 70-200mm f2.8, Lee Filterhalter, Haida 64x,1000x ND-Filter, Haida Schraubpolfilter. Mein persönliches "Immerdrauf" ist das 24-105, das mir sehr viel Flexibilität bietet und gleichzeitig einfach abbildungstechnisch großartige Arbeit leistet. Für längere Belichtungszeiten ist das Stativ unverzichtbar, genau wie Funkauslöser, der ggf. auch den Bulbmode beherrscht. Mit Blick auf den voraussichtlichen Standort war es wichtig den Polfilter mit einzupacken, da die Aufnahmerichtung aller Wahrscheinlichkeit nach fast rechtwinklig zur Sonne war und der Polfilter somit optimale Ergebnisse erzielen kann. Neben der nötigen Technik ist es natürlich wichtig sich entsprechend zu kleiden. Bei den doch etwas kälteren Temperaturen ist es wichtig zu bedenken, dass man viel stehen wird und dementsprechend dicke Kleidung vorsieht, inklusive Handschuhe und Mütze.

Vor Ort

Natürlich sollte man etwas vor der geplanten Aufnahmezeit vor Ort sein, um ggf. umzuplanen, weil die Spots nicht zugänglich sind, wo man sich positionieren wollte, weil das Licht nicht euren Vorstellungen entspricht oder einfach, weil es Sinn macht auch schon vorher und hinterher zu fotografieren. Ich bin erst einmal etwas am Spreeufer entlang gelaufen und habe aus verschiedenen Positionen den Dom betrachtet. Zufrieden war ich mit einer Position, die mir den freien Blick auf den Dom ermöglicht und gleichzeitig mit geeigneter Brennweite noch den Säulengang rechts und die Uferbebauung links im Bild ermöglicht. Beide Seiten führen den Betrachter ins Bild zum Hauptmotiv, der Kombination aus Brücke und Dom. Ich habe außerdem versucht die Horizontlinie ungefähr auf das untere Drittel des Bildes zu legen, um die klassische Dritteleinteilung im Bild zu erzielen. Das passt nicht ganz, da mir gleichzeitig wichtig war die Spiegelung des Doms im Wasser der Spree nicht abzuschneiden.

  • aufbau

Der Aufnahmezeitpunkt

Nach dem Aufbau hieß es zunächst einmal warten. Ich wollte ein Bild mit eingeschalteter Straßenbeleuchtung, die hat sich jedoch Zeit gelassen. Abgesehen von einem gelegentlichen Testbild habe ich in dieser Zeit nicht viel gemacht, außer mich mit anderen Fotografen zu unterhalten, die aber fast alle auf großer Tour waren und möglichst viele Standorte in der untergehenden Sonne ablichten wollten. Für mein Bild musste ich tatsächlich bis 18:05 Uhr warten, um eine schöne Kombination aus künstlicher Beleuchtung und Restlicht am Himmel zu erhalten. Mit super viel Glück war ausgerechnet zu dieser Zeit auch die einzige Wolke des Abends am Himmel, die diesen meiner Meinung nach tierisch aufgewertet hat.

Die Einstellungen

Kurz und knapp: 28mm, Polfilter, 15 Sekunden, ISO 100, f8. Etwas überraschend vielleicht für manche vielleicht die doch sehr konservativ gewählte Blende. Dies hat zwei Hauptgründe. Erstens wollte ich keine völlig übertriebenen Blendensterne im Bild. Ich finde diese zwar durchaus schick, jedoch wollte ich keine starke Ablenkung vom Hauptmotiv. Zweitens hätte sich damit die Belichtungszeit dann doch deutlich verlängert, was das Wasser völlig glatt gebügelt hätte. Hier wollte ich etwas mehr Struktur erhalten.

Finale

Der abschließende Schritt ist die Bearbeitung des Bildes. Ich mag bei Stadtaufnahmen zuweilen einen etwas malerischen Look, den ich aber nur dezent einsetze, so dass er nicht direkt auffällt, aber beim Betrachter dennoch einen Effekt erzielen soll. Ob dies gelingt, ist natürlich stark vom Geschmack des Betrachters abhängig. Ich habe hier versucht das mit allgemeiner Kontrastanhebung, Verstärken des  Orange/Blau-Kontrastes, Ölfilter und etwas Dodge&Burn umzusetzen. Außerdem wurde das Bild begradigt und nachgeschärft. Für mich persönlich ein Highlight aus dem Januar und daher auch Bild des Monats bei RAWcket Science.

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83208 Kommentare

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    He arrived against the backdrop of an ice-skating rink and an ancient castle in Rome with one of his 11 children to tout the value of procreation.

    Italy has one of the lowest birth rates in the world, and Musk urged the crowd to “make more Italians to save Italy’s culture,” a particular focus of the Meloni government.

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    Meloni has been a strong opponent of surrogacy, which is criminalized in Italy, but there was no mention of Musk’s own recent children born of surrogacy.

    The owner of X (formerly called Twitter) was slightly rumpled with what could easily be argued the least stylish shoes in the mostly Italian crowd since Donald Trump’s often unkempt former top adviser Steve Bannon appeared at the conference in 2018.
    Meloni sat in the front row taking photos of Musk, who she personally invited. Meloni founded the Atreju conference in 1998, named after a character in the 1984 film “The NeverEnding Story.”

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